Gedanken zum Ende des Jahres.

Ich habe das Jahr alleine eingeläutet und werde es auch wieder alleine beenden. Auf das Jahr 2018 zurückblickend würde ich sagen, dass es nicht mein bestes Jahr war – wahrlich ein Jahr mit vielen Hoch und Tiefs.

Das Jahr startete mit einer kurzen Affäre mit einem Bekannten einer guten Freundin für mich. Er trat einfach so in mein Leben und verabschiedete sich auch genauso schnell. Ich bin nicht stolz auf diese Geschichte, denn ich bin mir sicher, ihn sehr verletzt zu haben. Er war mir nicht wichtig genug, ich war sehr auf die Universität fokussiert und hatte eigentlich auch noch Gefühle für einen anderen. Diese Seite von mir zu sehen war eine neue Erfahrung für mich, da normalerweise ich sonst diejenige bin die mehr gibt, mehr brennt und daher auch schneller ausbrennt.

Im Februar stand ein kurzer Besuch in meiner österreichischen Lieblingsstadt am Programm: Innsbruck. Seit ich im Sommer 2017 bei der Jugend-Kletter-Weltmeisterschaft dort gearbeitet habe, bin ich Feuer und Flamme für diese Stadt. Dort stimmt einfach alles; das Feeling, die Größe der Stadt und auch das Publikum. Selten habe ich mich an einem Ort so schnell so wohl gefühlt. Doch leider war ich nach meiner intensiven Prüfungswoche im Jänner sehr ausgelaugt und konnte daher die Zeit dort nicht so richtig genießen.

Am Anfang des Jahres reiste ich auch nach Schottland um meine Freundinnen zu besuchen. Ich habe die Zeit dort sehr genossen und in Glasgow schlief ich mit meiner Freundin Linsey im EasyJet-Hotel, wo unser Hotelzimmer kein Fenster hatte. Leider konnten sich nicht all meine Habschaften von Schottland trennen und so ließ ich meine Geldbörse im Flughafen Bus und bemerkte dies erst wieder in Bratislava. Verloren habe ich dieses Jahr so einiges: mein Handy auf der Skipiste in Obertauern und meinen Schlüssel in der Unibibliothek. Glücklicherweise fanden beide Sachen ihren Weg zurück zu mir.

Im Sommer absolvierte ich gleich drei Praktika: ein Pressepraktikum beim Alpenverein, ein Redaktionspraktikum bei einer Gourmetzeitschrift und ich arbeitete ein zweites Mal bei der Kletter-WM. Um ganz ehrlich zu sein, das Redaktionspraktikum hat mich total ausgelaugt und ich habe körperlich und mental die Anstrengung gemerkt. Das war für mich das erste Mal, dass ich mich in einem Job so unwohl gefühlt habe und ich habe auch gemerkt, wie wichtig ein gutes Arbeitsklima ist und eine gute Beziehung zu den Kollegen. Keiner meiner Kollegen war ungut, doch habe ich mich nie wirklich als Teil des Teams gefühlt. Auch habe ich gesehen wie schwer es ist über ein Thema, welches einen gar nicht interessiert, zu schreiben. Doch auch aus dieser Erfahrung habe ich einiges gelernt. Außerdem bin ich froh, dass mir die Grazer Hausberge die Möglichkeit gegeben haben, diesen Sommer einige Höhenmeter zu sammeln. Die Verbindung in die Berge ist von Graz aus doch um einiges besser als die von Wien aus.

Meinen zweiten Aufenthalt in Innsbruck habe ich sehr genossen und es war toll zu sehen, dass Freundschaften auch ohne täglichen Kontakt bestehen können. Als ich Graz verlassen habe standen mehrere Kurztrips auf dem Programm: Schottland um mich mit meinen Freundinnen zu treffen, Neapel mit meiner Mama und zum Schluss Lyon. Dorthin habe ich es leider nicht geschafft: am Weg zum Flughafen war ich für einen kleinen Moment unachtsam und brach mir den Knöchel. Diagnose: 4 Wochen Gips und unzählige Physio-Stunden. Das hat mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste auf viele Sachen, auf die ich mich schon gefreut hatte verzichten.

Ich wünsche mir, dass 2019 erfolgreicher wird. Dass ich mich endlich verliebe, dass ich endlich einen Haken hinter die Uni setzen kann, dass ich endlich den Führerschein habe, dass ich mehr reise, dass ich endlich wieder zum Surfen komme, dass ich endlich beim Kletten Fortschritte mache, dass ich endlich in der Berufswelt erfolgreich Fuß fasse. Ich habe so viele Wünsche – hoffen wir, dass sie wahr werden.

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