Nebelstein: Wandern im Waldviertel

Im Oktober haben meine Mutter und ich spontan entschlossen zur Nebelsteinhütte im Waldviertel zu fahren. Donnerstag-Abend entschlossen wir und das Wochenende in Niederösterreich zu verbringen und am Freitag-Vormittag saßen wir schon im Auto – für mich ging es zum ersten Mal ins Waldviertel. Die Fahrt zum Nebelstein dauerte länger als wir angenommen hatten und so ging sich nach der Ankunft nur mehr ein kurzer Spaziergang durch die nähere Umgebung aus und wir erkundeten Maissau. Der Abend wurde gemütlich in der Nebelsteinhütte verbracht, wo wir vorzüglich bewirtet wurden, in unseren Büchern lasen und nette Gespräche führten. Auf der Nebelsteinhütte wohnen übrigens zwei entzückende Hunde, Leni und Kimi.

Wir sind nun wirklich keine Frühaufsteher und sind schließlich auch zur Erholung zum Nebelstein gefahren. Deshalb startete unser Samstag eher langsam und begann mit einem ausführlichen Frühstück. Meine Mutter wollte sich Zwettl und Gmünd ansehen und fuhr mich im Zuge dessen in die Marktgemeinde Weitra, wo ich meine kleine Wanderung startete.

Die Wanderung

Der erste Teil führt durch das Stadtzentrum von Weitra, wo der Weg zum Nebelstein klar gekennzeichnet ist. Besonders im Herbst ist es hier sehr schön, da die bunten Blätter die Landschaft untermalen und sich somit eine tolle Stimmung ergibt. Die Wanderung ist mit ca. 12km und einer Dauer von rund 3 Stunden angeschrieben und das kommt auch ziemlich genau hin. In die Höhe geht es nicht wirklich, weshalb ich die Wanderung auch für Familien mit kleinen Kindern empfehlen würde, da es auch Spielplätze gibt und viel zu entdecken. Nach Weitra geht man lange durch einen Wald entlang eines kleinen Flusses, was sehr schön ist, aber auch nach einiger Zeit möchte man „mehr“ und mir hat eindeutig der Aufstieg gefehlt.

Das zweite Drittel wandert man entlang einer kleinen Landstraße, wo ich auch ein paar Kühe getroffen habe, die mich neugierig empfangen haben. Der Teil entlang der Landstraße geht nicht sehr lange und bald ist man schon wieder im Inneren des Waldes, wo dann auch bald der „steile“ Teil der Wanderung, welcher entlang eines hübschen Waldweges geht. Der Weg ist gut gepflegt und angeschrieben. Am obersten Teil sind große Felsblöcke, welche für kleine Kinder oder ältere Leute ohne Wanderstöcke etwas problematisch sein könnten, ich fand sie jedoch leicht zu bewältigen. Zum Gipfelkreuz führt sogar eine kleine Treppe und oben befindet sich eine Aussichtsplattform. Leider hat der Nebelstein an dem Wochenende, an dem wir vor Ort waren, seinem Namen alle Ehre gemacht und es war total vernebelt und man sah nichts von der angeblich so tollen Aussicht, vielleicht nächstes Mal. Zeit für ein Gipfelselfie war dennoch!

Abschließend muss ich noch die guten Bouldermöglichkeiten in der näheren Umgebung erwähnen. Keine zehn Meter von der Nebelsteinhütte findet man gute Blöcke zum Bouldern und auch einige Routen zum Sportklettern. So einen kurzen Zustieg mit so guter Infrastruktur gibt es nicht so oft!

Die Nebelsteinhütte ist für hungrige Wanderer wirklich perfekt gelegen. Da beinahe jeder Wanderweg in der Umgebung am Nebelstein endet, kehren auch beinahe alle Wanderer dort ein und nutzen die Gelegenheit sich aufzuwärmen und stärken. Für meine Mama gab es an dem Tag Tiroler Gröstl und ich gönnte mir eine meiner Leibspeisen, nämlich Mohnnudeln. Danach war es auch schon an der Zeit für uns, uns vom Waldviertel zu verabschieden und zurück nach Wien zu fahren.

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